Wir haben uns aus
verschiedenen Gründen für die Kastration entschlossen:
Jedes Kätzchen
das nicht für die Zucht vorgesehen ist sollte kastriert werden um keinen
ungewollten Nachwuchs in die Welt zu setzen. Die Tierheime sind voll von
Kätzchen die durch unkontrollierte Vermehrung unkastrierter Katzen
hervorgegangen sind und
eine gezielte Rassekatzenzucht sollte gut
überlegt sein, es ist viel Wissen nötig über Genetik, Erbkrankheiten,
Stammbäume, Aufzucht, Charaktereigenschaften der
Elterntiere, einschließlich Großeltern und Ur-Großeltern.
Kater x Katze = Kitten, das ist nur
Katzenvermehrung, mit sinnvoller Zucht hat dieser Ansatz herzlich wenig
zu tun.
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Die
Optik und die Größe einer Katze wird durch
die Gene bestimmt und nicht
durch die Hormone.
Es ist ein reines Ammenmärchen,
wenn immer wieder behauptet wird Kätzinnen sollten vor der Kastration einen Wurf
gehabt haben oder kastrierte Katzen wären schlechtere Mäusefänger, faul, träge
oder fett - alles nicht auszurottender Unsinn !
Katzen sind sehr fruchtbare
Tiere, sie können sich in nur wenigen Generationen extrem stark vermehren und
der Hormonhaushalt einer potenten/unkastrierten Katze ist auf enorme
Fruchtbarkeit ausgelegt.
Katzen beiderlei Geschlechts können schon ab einem
Alter von 6 Monaten selber wieder für Nachwuchs sorgen und auch Katzen ohne
Gelegenheit ihren Geschlechtstrieb auszuleben werden ständig rollig (Kätzinnen)
und können anfangen ihr Revier mit Harnspritzen abzugrenzen bzw. versuchen durch
Harnmarkieren Paarungspartner anzulocken, dieses sehr unangenehme Verhalten
beschränkt sich nicht nur auf Kater, im Harnspritzen wärend der Rolligkeit
stehen die Kätzinnen den Katern kaum nach...
All dies ist eine große
Belastung für Mensch und Tier, der Mensch leidet unter der nächtlichen
Ruhestörung rolliger Kätzinnen und “singender” Kater und die Duftmarken potenter
Tiere verleihen jedem Heim eine etwas gewöhnungsbedürftige Note - nichts was man
sich unbedingt freiwillig antun muß...
Für Katzen als extrem fruchtbare
Spezies, deren Hormonhaushalt auf große Fruchtbarkeit ausgelegt ist, bringt ein
unerfülltes Sexualleben auch große Probleme mit sich.
Ein potenter Kater der
nicht decken darf, wird durch seine Testosteronwallungen irgendwann
unausgeglichen, frustriert und im schlimmsten Fall sogar agressiv, wärend
Kätzinnen mit der Zeit dauerrollig werden, was eine große körperliche Belastung
für die Kätzin darstellt (Gewichtsverlust, Stress usw.) und das Risiko einer
lebensgefährlichen Gebärmuttervereiterung steigt hier extrem an.
Eine Kastration von Katzen bringt
viele Vorteile:
Freigängerkatzen werden häuslicher und streunen nicht in
kilometerweiten Revieren herum um sich nach dem anderen Geschlecht umzusehen, es
entstehen keine ungewollten Würfe, Katerkämpfe um die Gunst der Damen fallen
weg, auch ein nicht zu unterschätzendes Ansteckungsrisiko bei Kämpfen und beim
Deckakt wird vermieden.
Keine Ruhestörung mehr durch “röhrende” rollige
Kätzinnen und schmachtende Kater, kein übelriechendes Harnspritzen, weniger
agressives Verhalten in der Pubertät oder Geschlechtsreife und ein niedrigeres
Risiko auf hormonell bedingte Erkrankungen wie Zysten, Gebärmuttervereiterungen,
Gesäugetumore (Kätzin) oder Prostatakrebs (Kater).
Ein verantwortungsbewußter
Katzenbesitzer sollte seine Katzen also auf jeden Fall kastrieren lassen, nun
stellt sich die Frage nach dem optimalen Zeitpunkt für die Kastration.
Der
optimalste Zeitpunkt für eine Kastration ist vor dem Einsetzen der
Geschlechtsreife, also einem zeitlichen Rahmen von 3-6 Monaten.
Später
kastrierte Tiere können sonst ungewollt Nachwuchs haben, fangen an zu streunen
oder beginnen mit Harnspritzen. Nicht selten geraten pubertierende Katzen im
Rausch der Hormone im Straßenverkehr unter die Räder und für die Kätzin birgt
ein viel zu früher Wurf nicht zu unterschätzende Risiken - eine frühreife Kätzin
kann durchaus schon mit 5-6 Monaten schwanger werden!
Früher gab es gegen die
Frühkastration von Katzen viele Vorurteile, die inzschwischen alle durch
langjährige Studien widerlegt sind.
Frühkastrierte Katzen werden genauso groß
wie unkastrierte Katzen und auch der typische Katerkopf prägt sich aus - die
Optik und die Größe einer Katze wird durch
die Gene bestimmt und nicht
durch die Hormone.
Auch frühere Befrürchtungen auf Harnwegserkrankungen haben sich als völlig
unbegründet erwiesen, es gibt hierzu etliche Studien und auch in der direkten
Praxis hat sich die Frühkastration im Vergleich zur späten Kastration nach dem
Einsetzen der Geschlechtsreife als sehr vorteilhaft erwiesen.
Die Operation
ist kürzer und wird wesentlich besser vertragen als bei älteren Tieren, die
Narkose ist kurz und weniger belastend. Die Wundheilung ist besser und es gibt
wesentlich weniger Blutungen wärend der OP, da die Blutgefäße sehr viel kleiner
sind als beim erachsenen Tier. Die Katzen sind bei der Frühkastration sehr viel
schneller wieder fit als bei späteren Kastrationen und schon 2-3 Stunden nach
dem Eingriff ist den Kätzchen nichts mehr anzumerken - der optimalste
Kastrationszeitpunkt ist mit 3-4 Monaten und es ist unglaublich wie schnell die
Frühkastrierten Katzen wieder fit sind, im Vergleich dazu tun sich ältere Katzen
mit der OP sehr viel schwerer und leiden auch psychisch mehr unter der
Hormonumstellung, die für ältere Tiere einer Gruppe immer auch einen Verlust der
hohen Stellung innerhalb der Rangordnung bedeutet.
Frühkastrationen werden
bei Katzen weltweit schon seit Anfang der 90er Jahre mit großem Erfolg
durchgeführt und die gesammelten Erfahrungen waren alle durchweg sehr positiv.
Wir möchten hier als Züchter
auch unseren Beitrag leisten und nehmen dem Kittenkäufer diesen Eingriff gleich
ab indem unsere Jungtiere bereits kastriert abgegeben werden.
Somit muß sich
der Käufer um die Kastration schon keine Sorgen mehr machen und bekommt sein
Kitten als “Rundum-Sorglos-Paket” bereits geimpft, entwurmt und kastriert - es
sind dann später nur noch die Impf- Auffrischungen nötig und wir als Züchter
übernehmen noch vor der Abgabe das bei jeder Narkose existente (wenn auch sehr
geringe) Narkoserisiko und wälzen den Eingriff nicht auf den Katzenbesitzer ab.
Weiterhin können wir als Züchter ruhiger schlafen, in der Gewißheit das ein
Liebhabertier auch wirklich ein glückliches Leben als Sofa-Tiger verbringen darf
und nicht ohne das Wissen des Züchters irgendwo in einer Schwarz- oder
Kellerzucht endet, ein Schicksal vieler Rassekatzen auf das der ursprüngliche
Züchter der Katze leider später keinen Einfluß mehr hat. Wir können Menschen
leider nicht in die Köpfe sehen und selbst langjährige und erfahrene Züchter
sind nie davor sicher auf Schwarzzüchter hereinzufallen...
Copyright Petra Nagl -
Auchentoshan Maine Coons
Weitere Infos und
Links zum Thema Frühkastration:
Kastrationsinfos der Tierhilfe Kassel e.V.
Cat-Care
Frühkastration
Studie
der Winn Feline Foundation ( englisch )
Übersetzung ins Deutsche
der Winn Feline Studie
Artikel zur Frühkastration
in TICA Trend ( 1998 )
Lega-Pro-Animale